Storytelling - Wie schreibe ich interessante Storys die verkaufen?
Wenn du für alle schreibst, schreibst du für niemanden

Überall lesen wir, dass wir unbedingt unsere Geschichte erzählen müssen. Abgesehen davon, dass manche einfach keine Herzzerreißende Geschichte erlebt haben als sie ihr Unternehmen gründeten haben oder diese Geschichte vielleicht eher nicht an die große Glocke gehängt werden sollte - ist nicht jeder von uns ein guter Geschichtenerzähler. Nicht ohne Grund wurden und werden Geschichtenerzähler hoch geachtet und verdienen tatsächlich richtig Geld mit ihrem Beruf.

Da wir uns als Unternehmer heute nicht mehr aus dem Marketing und dem Vertrieb winden können, selbst wenn wir ein Team hinter uns haben, dürfte dieser Blog interessant für dich sein. Ich habe immer wieder verschiedene Bücher auf meinem Schreibtisch liegen, welche mich auf den neuesten Stand in Sachen Marketing bringen. So nun auch das Thema Story-Telling.

Jede Geschichte braucht (s)ein Drama

Wenn man darüber nachdenkt ist es absolut logisch, dass wir eine Geschichte nur bis zum Ende verfolgen wollen, wenn wir konstant in Anspannung stehen. Erst wollen wir die Menschen der Geschichte kennenlernen, dann Insider Informationen zum aufkommenden Drama erhalten und danach wollen wir Bitteschön das Happy End erleben.

Im Gegensatz zu einem Artikel in der Zeitung oder den Nachrichten im Fernsehen wollen wir unsere Webseiten-Besucher bis zum Ende der Seite fesseln. Er soll ja nach Möglichkeit am Ende unserer Story den Call-to-Action Button drücken und unser Produkt kaufen oder buchen. Zudem schätzt  Mister Google eine längere Verweildauer unserer Webseiten-Besucher. Google hält uns dann nämlich für besonders wertvoll - auch für weitere Suchende und bringt uns brav weiter oben in der Suchergebnisliste (Rankingliste). Und wer ist nicht gerne auf Seite eins auf Google? Wir wollen also aus mehreren Gründen Spannung erzeugen.

Wenn wir einfache bereits abgedroschene Floskeln nutzen wie z.B. "Zufriedene Mitarbeiter sind das A und O" werden uns die Leser sicherlich nicht lange zuhören wollen. Schreiben wir stattdessen aber Sätze wie: "Bernd verdient 4.600 Euro und würde am Montagmorgen am liebsten nicht aufstehen" fragen sich die Leser "Nanu? Was macht Bernd denn so unzufrieden in seinem Beruf" und wollen das gerne herausfinden. Sie erkennen, die Einbindung unserer Leser in unseren Text ist das große Plus, welches wir beim Storytelling nutzen können und unbedingt sollten.

Let the Drama begin

Vorab drei wichtige Hinweise zum Thema Drama:

  • Ziehe deine Leser schon zu Beginn deines Textes in deine Geschichte.
  • Beschreibe das Drama so konkret wie möglich (wenn möglich auch in Zahlen, Beispielen, mit Bildern) und
  • lasse dir gerne ordentlich viel Zeit mit dem Happy End. Kläre am besten erst im letzten Abschnitt, wie sich das Drama auflöst.

Wie erzeugt man denn nun Spannung und macht Lust aufs Weiterlesen?

Wie ich erfahren durfte, orientiert man sich tatsächlich dabei am besten an den Geschichten von Sherlock Holmes. Am Ende eines Absatzes geben wir einen seichten Vorgeschmack auf den nächsten Absatz und darauf was der Leser gleich genauer erfahren darf. 

Damit steigern wir die Spannung deutlich. Kleine Vorhersehungen wie z.B. "Diese Idee sollte mich innerhalb der nächsten Wochen fast in die Insolvenz treiben" oder "Hätte ich gewusst, dass dieser Fehler mich noch viele Kunden kosten wird" steigern den Drang in unserem Leser, unbedingt herauszufinden, was genau passiert ist und wie es der Schreiberling aus diesem Drama geschafft hat. 

Versuche es auch mal mit sogenannten Cliffhangern.
Beispiele gefällig? - "... doch es gibt eine Lösung, um dieses Problem ohne großen Aufwand zu beheben" oder: "Es fiel mir in diesem Moment wie Tomaten von den Augen". Diese Art Sätze kannst du optimal zum Ende eines Absatzes anhängen, damit dein Leser zu neugierig ist, um jetzt abzuspringen. 

Es ist erwiesen, das Leser am ehesten den Beitrag an einem Absatz verlassen. Also muss es unser Ziel sein dafür zu sorgen, dass er das bei unseren Texten gefälligst nicht macht.

Schreibe lebendig und bewegend aber vor allem ohne Floskeln 

Kennst du diese typischen Floskeln: "Der Kunde ist König", "nur solange der Vorrat reicht" oder auch "Synergien schaffen". Mit diesen Sätzen erreichen wir unsere Kunden heute nicht mehr. Sie sind zu abgedroschen und unsere Leser sind mehr als satt davon. Fraglich, ob sie überhaupt noch das Gehirn erreichen oder schon am Ohr bzw. dem Auge abgeschmettert werden.

Hier nun einige Beispiele wie du neue Bilder im Kopf deiner Lesern erzeugen und vor allem wie du deine eigene persönliche Storytelling-Sprache entwickelst.

  1. Plakativ vergleichen: Nimm ein Verb und suche nach einem Gegenstand, einem Ort ein Tier oder Mensch, welche genau für dieses Verb stehen. Beispiele: "Schön wie Helena von Troja", "Er ist so schön wie ein Adonis" oder "Das knallt wie Glühwein mit Rum". Das kann man auch gut mit Adjektiven umsetzen. "Dumm wie Weißbrot" oder "Schlau wie Einstein".
  2. Schreibe in Metaphern: Wir verstehen Bilder schneller und einfacher als lange schriftliche Erklärungen. Wenn wir Metaphern nutzen, um Bilder in den Köpfen unserer Nutzer zu erzeugen, verstehen sie unsere Geschichte nicht nur einfacher, sondern auch intensiver. Denke nur an die Beliebtheit von Comics. Beispiele zu Metaphern: statt "erfolgreiches Produkt" könnte man "Zugpferd der Marke" schreiben. Oder hier: statt "Meine Kehle ist trocken, ich habe Durst" wäre "Ich habe die Wüste Gobi im Hals" eine geniale Metapher.
Ich könnte hier noch ewig weiterschreiben. So viele Tipps habe ich zu diesem Thema gefunden. Lasst uns doch einfach mehr Krimis lesen und am nächsten Tag unsere Webseite neu schreiben 

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Green Footprints Technology, Melanie Lee 13 Dezember, 2021
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